Physikalische Therapie - Behandlungsformen

1. Vorsorgeuntersuchung / Erstbefundung

1. Vorsorgeuntersuchung / Erstbefundung
1. Vorsorgeuntersuchung / Erstbefundung

Vorsorgeuntersuchungen dienen der Früherkennung und Vorbeugung von Erkrankungen oder Gesundheitsschäden. Durch die rechtzeitige Erkennung von Krankheiten und Fehlentwicklungen können die Heilungschancen verbessert werden. Als Basis für eine individuelle Therapie geht ein ausführlicher physiotherapeutischer Befund voraus. In diesem steht die ganzheitliche Sicht des Patienten und die Ursachensuche des Funktionsdefizits im Vordergrund. Die sich daraus erschlossenen Ergebnisse werden in gemeinsam definierten Zielen, unter aktiver Beteiligung des Patienten und mit professioneller therapeutischer Begleitung erarbeitet.

2. Ernährungsberatung

Ernaehrungsberatung
■ Ernaehrungsberatung

Eine Ernährungsberatung richtet sich immer an gesunde Personen in besonderen Lebenssituationen (wie z.B. Schwangere, Sportler) oder Personen, die bereits Risikofaktoren, wie z.B. Übergewicht (nicht Adipositas), vorweisen, aber noch nicht erkrankt sind.

3. Physiotherapie / Krankengymnastik

Physiotherapie Krankengymnastik
Physiotherapie Krankengymnastik

Die Physiotherapie ist die Behandlung des gesamten Bewegungsapparats und funktioniert manuell sowie mit physiotherapeutischen Hilfsmitteln. Physiotherapie dient der Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Sie wird in der Rehabilitation, nach Unfällen, nach Erkrankungen und Operationen und in der Prävention angewendet um die Wiederherstellung der natürlichen Beweglichkeit, Kraft und Koordination des Patienten zu erreichen.

- Manuelle Therapie Die Manuelle Therapie ist ein Teilbereich der Physiotherapie. Sie ist eine Untersuchungs- und Behandlungstechnik, die sich mit dem Auffinden und Behandeln von Funktionsstörungen am Bewegungsapparat befasst. Das Ziel ist das natürliche Zusammenspiel zwischen Gelenken, Muskeln und neuralen Strukturen wieder herzustellen.

- Cranio Sacrale Therapie Die Cranio Sacrale Therapie ist eine sehr sanfte aber tief wirkende Arbeit mit den Geweben und Strukturen des Körpers, vor allem dem Schädel (Cranium) und der gesamten Wirbelsäule bis zum Kreuzbein (Sacrum). Das Cranio Sacrale System steht in enger Verbindung mit dem Nerven-, Muskel- und Skelettsystem sowie dem Gefäß-, Lymph- und Hormonsystem.

- KG-ZNS/Bobath ...ist ein bewährtes, weltweit verbreitetes bewegungstherapeutisches Behandlungskonzept für Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen aufgrund neurologischer Funktionsstörungen

- Manuelle Lymphdrainage Die ML ist die geeignete Therapie zur Behandlung lymphostatischer Ödeme, die sich durch ungenügende Transportkapazität der Lymphgefäße bei normaler lymphpflichtiger Last kennzeichnen. Darunter fallen angeborene (primäre) sowie sekundäre Lymphödeme. Die klassische Indikation ist das sekundäre Lymphödem des Armes nach Brustkrebsoperationen.

4. Extensionstherapie/ Schlingentisch

Extensionstherapie
■ Extensionstherapie

Unter Therapie mit dem Schlingentisch versteht man eine Behandlung sowohl einzelner Körperteile als auch des ganzen Körpers. Dabei wird dieser mit Hilfe von Schlingen und Seilzügen „aufgehängt", wodurch das entsprechende Körperteil (oder der gesamte Körper) in einen Zustand der Schwerelosigkeit versetzt wird. Ziel dieser Behandlung ist es, Gelenke und Wirbelsäule zu entlasten. Zudem kann der Schlingentisch auch dazu benutzt werden, um hubfreie Bewegungen an den entsprechenden Gelenken durchzuführen.

Die Extensionsbehandlung ist eine spezielle Form der Schlingentischtherapie bei der zusätzlich an das aufgehängte Gelenk ein Zug (Traktion) zur Entlastung angelegt wird. Diese Traktion kann manuell durch den Therapeuten, mittels eines Expanders oder mit einer Feder erzeugt werden. Der angewandte Zug kann dabei intermittierend (mit Unterbrechungen) sowie kontinuierlich erfolgen. Eine sehr gängige Form ist die sogenannte „Becken-Bein-Aufhängung" bei akuten oder chronischen Rückenbeschwerden.

5. Prävention

Praevention
■ Praevention

Als Prävention bezeichnet man jede Maßnahme, die eine Beeinträchtigung der Gesundheit (Krankheit, Verletzung) verhindern oder verzögern kann bzw. weniger wahrscheinlich werden lässt.

6. Sporttherapie/Tapen

Sporttherapie/Tapen
■ Sporttherapie/Tapen

Der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie definierte Sporttherapie als „eine bewegungstherapeutische Maßnahme, die mit geeigneten Mitteln des Sports gestörte körperliche, psychische und soziale Funktionen kompensiert, regeneriert, Sekundärschäden vorbeugt und gesundheitlich orientiertes Verhalten fördert. Sie beruht auf biologischen Gesetzmäßigkeiten und bezieht besonders Elemente pädagogischer, psychologischer und soziotherapeutischer Verfahren ein und versucht, eine überdauernde Gesundheitskompetenz zu erzielen.“

7. Medizinische Trainingstherapie

Medizinische-Trainingstherapie
■ Medizinische-Trainingstherapie

Die medizinische Trainingstherapie wird eingesetzt, um die eingeschränkte Bewegungsfreiheit einer Person teilweise oder vollständig wieder herzustellen. Das eingesetzte Therapiemittel ist die Bewegung - also das Training. Dabei kommen Methoden zum Einsatz, welche die Kraft, die Ausdauer und die Koordination verbessern.

8. Thermotherapie /Wärme/Kälte

Thermotherapie (Wärmetherapie, Kältetherapie)
■ Thermotherapie (Wärmetherapie, Kältetherapie)

Die Thermotherapie gehört zu den Maßnahmen der Physikalischen Therapie bei der dem Körper gezielt Wärme zugeführt oder entzogen wird, um eine positive Wirkung auf den Körper zu erzielen. Demnach gehören zur Thermotherapie sowohl die Wärme- als auch die Kältetherapie.

Dazu gehören:
– Fango
– heiße Rolle
– Rotlicht
– Eispads

9. Massage

Massage
■ Massage

Die "Kunst der Berührung" und die älteste Heilmethode der Welt bewirkt Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele. Die klassische Massage nimmt mittels verschiedener Grifftechniken (streichend, knetend, vibrierend, etc.) Einfluss auf die Muskulatur und oberflächliche Gewebsschichten.

Anwendungsgebiete:
- Erkrankungen des Bewegungsapparates, die einer Entspannung der Muskulatur bedürfen
- schmerzhafte Verspannungen
- einseitige Belastungen im Beruf
- Nachbehandlung von Muskelverletzungen

10. Elektrotherapie /Ultraschalltherapie

Elektrotherapie /Ultraschalltherapie
■ Elektrotherapie /Ultraschalltherapie

Elektrotherapie nutzt die Kraft elektrischer Ströme oder Stromimpulse, um die natürlichen Heilungsvorgänge im Körper zu aktivieren und zu unterstützen. Die Elektrotherapie nutzt je nach Anwendungsgebiet nieder-, mittel oder hochfrequente Stromformen, die durchweg sehr gut verträglich sind.

11. Fußreflexzonentherapie

Fußreflexzonentherapie
■ Fußreflexzonentherapie

Die Fußreflexzonen-Therapie ist eine manuelle Therapieform, die auf den ganzen Körper (physisch und psychisch) wirkt. Die Fußrefexzonen-Therapie ist mehr als eine übliche Fußmassage. Durch die FRZ-T wird gesamthaft eine Verbesserung gestörter Organ- und Gewebefunktionen des Menschen erreicht. Sie gehört in den Bereich der Komplementärmedizin, die die Selbstheilungskräfte des Menschen fördert und nicht einseitig seine Symptome und Krankheiten bekämpft. Sie kann als eigenständige Behandlung oder in Kombination mit anderen Methoden angewendet werden.

12. Schröpfen

Schröpfen
■ Schröpfen

Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren, bei dem auf einem begrenzten Hautareal ein Unterdruck aufgebracht wird. Es wird typischerweise in der Alternativmedizin eingesetzt und zählt dort zu den ausleitenden Verfahren.Es ist in der ganzen alten Welt von alters her bekannt.Eine Reihe wissenschaftlicher Studien konnte erste Hinweise auf eine Wirksamkeit bei der Behandlung von Schmerz zeigen

13. Faszientechnik

Faszientechnik
■ Faszientechnik

Fasziendistorsionsmodell (FDM - nach Stephen Typaldos) ist ein klinisches Modell, welches die Zusammenhänge zwischen spezifischen Verformungen von Faszie typischen Befunden und effektiven Behandlungsmöglichkeiten formuliert.

Faszien sind bindegewebige Strukturen, die Schlüssel zwischen Diagnostik und Behandlung von körperlichen Beschwerden sind. Distorsionen sind Verdrehungen, Verformungen oder Verrenkungen von Bindegewebe. Ziel ist es, diese Distorsionen der Faszie durch gezielte Behandlungstechniken zu korrigieren.

14. Bindegewebsmassage

Bindegewebsmassage
■ Bindegewebsmassage

Bei der Bindegewebsmassage geht man davon aus, dass bei Erkrankungen der inneren Organe Spannungsunterschiede im lockeren Bindegewebe der Unterhaut entstehen. Diese Spannungen versucht der Masseur zu beheben, indem er zunächst die Spannung im Bindegewebe ertastet, beurteilt und danach auszugleichen versucht.

15. Ergotherapie

Ergotherapie
■ Ergotherapie

Ergotherapeuten helfen und begleiten Menschen jeden Alters, die durch Krankheit, Behinderung oder Alter in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind und Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben haben. Die Ergotherapie will die Selbständigkeit der betroffenen Menschen erhöhen, so dass sie ihren Alltag in Beruf, Schule und Familie wieder so unabhängig wie möglich bewältigen können.

16. Logopädie

Logopädie
■ Logopädie

Der Logopäde bietet Hilfe bei allen Störungen des Sprechens, der Sprache, der Stimme und des Schluckens. Diese Störungen können angeboren, oder auch durch einen Unfall oder Krankheiten hervorgerufen werden und sind nicht altersabhängig.

17. Osteopathie

Osteopathie
■ Osteopathie

Osteopathen behandeln mit den Händen. Sie versuchen, Funktionsstörungen im Körper zu erkennen und zu therapieren. Der Grundgedanke ist, dass Bewegungsapparat, Schädel und Rückenmark sowie die inneren Organe als Systeme zusammenhängen. Sie sind durch feine Gewebenetze, Faszien genannt, verbunden. Mit sanften Griffen sollen auftretende Blockaden in diesen Verbindungen gelöst und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Die Therapeuten wollen nicht Symptome eines körperlichen Leidens beheben, sondern dessen Ursache.